AGSR e.V. / GdMR / ver.di

Im Laufe der Kampagne „Rettet den Rettungsdienst!“ haben sich viele Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Rettungshelfer für ihre Anliegen engagiert. Und gemerkt: Es ist von großem Wert, sich auszutauschen, Informationen zu teilen, sich gemeinsam stark zu machen.

Will man die Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst verbessern, dann muss man in zwei Richtungen arbeiten: Zum einen in die Richtung Politik: Da geht es auf Bundesebene um das SGB V und die dringend notwendige Einstufung des Rettungsdienstes als medizinische Versorgungsleistung. Auf Landesebene um das Rettungsdienstgesetz (wo wir gerade viel Arbeit verrichtet haben). Und auf kommunaler Ebene um die Ausschreibungskriterien für die Dienstleistungsvergabe. Und zum anderen muss man in die Richtung Betrieb/Arbeitgeber arbeiten: Da geht es um tarifliche Regelungen zu Einkommen, Urlaub und Arbeitszeiten, um Betriebsvereinbarungen über Dienstpläne und ehrenamtlichen Einsatz und um konkrete betriebiche Mitbestimmung.

Für die „Baustelle“ Betrieb/Arbeitgeber gibts in der DGB-Gewerkschaft ver.di einen starken Partner, der durch seine Größe viel bewegen kann. Doch für die „Baustelle“ Politik ist ver.di schon fast zu groß – denn hier haben die Interessen der vergleichsweise kleinen Gruppe Arbeitnehmer im Rettungsdienst gegenüber denen größerer Gruppen einen schweren Stand. Deshalb hat sich in Sachsen die „Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Rettungsassistenten und Rettungssanitäter“ e.V. (AGSR) gegründet. Sie will fachlicher Ansprechpartner und Interessenvertreter für die Mitarbeiter im Rettungsdienst sein und sich bei Gesetzgebungsvorhaben, Verordnungen oder Anhörungen – kurz: bei politischen Entscheidungen – einmischen. Und sie will den Mitarbeitern im Rettungsdienst eine Stimme geben, und zwar unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu Hilfsorganisationen, Kommunen oder privaten Leistungserbringern.

Wir meinen: Das ist ein lohnenswertes Projekt. Und unterstützen den Aufbau der AGSR nach Kräften. In Dresden gibt es übrigens eine ähnliche Gruppe: Die Gruppe der Mitarbeiter Rettungsdienst (GdMR). Schaut doch bei beiden mal vorbei und überlegt, ob Ihr nicht mitmachen wollt. Es lohnt sich, denn der Rettungsdienst braucht eine starke Stimme in der Politik. Im November soll es voraussichtlich eine größere Veranstaltung und AGSR-Mitgliederversammlung geben – nähere Informationen dazu natürlich wie immer auch auf dieser Seite.

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.